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"- le train avance et le soleil retarde -" schrieb Blaise Cendrars
in seiner Prosa vom transsibirischen Express...
Die Übergänge in Raum und Zeit sind fließend, aber die Zeitwellen
spülen bruchstückhafte Sichtsplitter in unser Gedächtnis. Wir erinnern uns nie an die
gesamte Zugfahrt, sondern selektieren einige Momente heraus, die stellvertretend
für die gesamte Reise stehen...
Die Sonne bleibt nicht aufgrund unserer Bewegung zurück, sondern durch ihre eigene,
von uns unbeeinflußbare Laufbahn. Wir besitzen keine Kontrolle,
vieles im Leben bleibt fremdbestimmt und doch hinterläßt dies Spuren...
Holger Stumpf ist es gelungen, die Koexistenz von Erinnerung und Gegenwart als unaufhörlichen
Übergang festzuhalten.
Oft düster und bedrückend, jedoch stets aufregend, beweist er die Gleichzeitigkeit des Anderen.
Zeit, Raum und Bewegung sieht er nicht als Quantifizierung
sondern als Einheit und Individualität.
Eine fast spirituelle Erkenntnis.
(Wolfgang Brüggemann, 1997)
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